Rezension zu The Cage- Gejagt von Megan Shepherd

Hallo ihr Lieben! 

Lange ist es her, dass es hier überhaupt eine Rezension gab, jetzt sind aber Ferien, also versuche ich so aktiv wie möglich zu sein! 😊 Das Buch " The Cage- Gejagt " hat mir der Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt, vielen Dank! Meine Meinung zu dem Buch werde ich nun hier schildern, die Rezension könnte aber eventuell Spoiler enthalten, da dies ein zweiter Teil ist. Interessiert euch aber meine Meinung zum ersten Teil, könnt ihr sie hier nachlesen.



Titel: The Cage- Gejagt
Originaltitel: The Hunt
Autor: Megan Shepherd
Verlag: Heyne fliegt
Seiten: 432
Preis: 12,99
Altersempfehlung: 14 Jahre
ISBN: 978-3-453-26894-4
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Inhalt:

Cora und ihre Gefährten dachten eigentlich, sie hätten das Schlimmste überstanden. Doch sie haben ihren einstigen Käfig nur gegen einen Safaripark eingetauscht. Inmitten von Raubtieren müssen sie sich nun in einer gefährlichen Wildnis behaupten. Immer beobachtet von den geheimnisvollen Kindred. Und auch dem Pärchen Nok und Rolf geht es nicht besser: In einer Art von gigantischem Puppenhaus werden sie Tag und Nacht von ihren Entführern überwacht. Während Leon, der einzige, dem die Flucht gelungen ist, verzweifelt nach Verbündeten sucht, muss Cora sich entscheiden: Kann sie ihrem unwirklich schönen Wächter Cassian, der sie verraten hat, noch einmal trauen?

Meinung:

Das Buch beginnt mit Cora, die immer noch in ihrer Zelle ist und keine Ahnung hat, wo ihre Freunde sind, denn nachdem der Fluchtversuch der Jugendlichen gescheitert ist, sind sie alle getrennt worden und über alle Winde zerstreut, nach und nach finden sie aber zueinander und schnell wird klar: Sie haben noch nicht aufgegeben. Nicht lange braucht es und sie haben einen neuen Plan, der aus einer Prüfung besteht und diese wollen sie auf ihre Weise für die Menschheit bestehen. Mit heimlichen Treffen arbeiten sie den Plan immer weiter aus, doch stellt sich ihnen, kurz bevor sie ihn umsetzen können, ein Verräter in den Weg und die Situation scheint fast aussichtslos... oder doch nicht?
Mir hat gefallen, dass das Buch, wie auch der erste Teil, mal wieder aus der Sicht aller Jugendlichen geschrieben ist, denn so wusste der Leser schonmal ziemlich schnell, was jeweils mit ihnen geschehen ist und wo sie sich befinden. Ich fand es außerdem interessant zu sehen, wie die Lebensverhältnisse in den verschiedenen Aufenthaltsorten waren und wie sie dort behandelt wurden, allgemein lässt sich aber sagen, dass sie alle es nicht leicht hatten. Die Menschen sind immer noch eine untergeordnete Spezies und dementsprechend wurden sie auch behandelt, aber es war toll, dass die Charaktere trotzdem nicht aufgegeben haben und entschlossen waren, den Kindred zu beweisen, dass die Menschen mehr sind als irgendwelche ´Sklaven`. 
Beim Lesen der Kapitel ist mir aufgefallen, dass sie alle sich verändert haben und ich fand es total schön, zu sehen, wie sie durch die Ereignisse zusammengeschweißt sind, sich als eine Familie sahen und, soweit es umeinander ging, selbstlos handelten. 
Coras Charakterentwicklung ist nicht so stark, wie die der anderen, was aber darin liegt, dass sie schon im ersten Teil einen starken Charakter, und das Ziel hatte, aus dem Käfig zufliehen. Dieser Wunsch ist selbst nach der gescheiterten Flucht noch da und so erklärt sie sich dafür bereit, mit ihren besonderen Fähigkeiten bei der Prüfung anzutreten. Mir hat gefallen, wie sie für ihre Freunde viel auf sich nahm, viel vorsichtiger handelte und sehr willensstark wurde. Am Ende fand ich ihre eine Entscheidung zwar etwas enttäuschend, letztendlich hat sie aber doch die Kurve gekriegt und den, meiner Meinung nach, richtigen Weg eingeschlagen.
Lucky war in diesem Teil unteranderem mein Liebling, weil ich seine Ansichten teile und mich irgendwie am ehesten mit ihm identifizieren konnte. Im ersten Teil hat er sich von den Dingen im Käfig in Versuchung führen lassen, bei dem Buch ist er sich aber der Falschheit der Dinge bewusst gewesen und versucht, nicht nur sich und seine Freunde zu retten, sondern denkt auch an die anderen Menschen, die von den Kindred gefangen gehalten werden und an die Tiere und das habe ich am meisten an ihm wertgeschätzt, weil er damit fast der einzige war. Und ich will hier nicht spoilern, deshalb werde ich das, was mir auf dem Herzen liegt, nicht direkt ansprechen, aber es zerreißt mir das Herz. Ich hoffe ja immernoch auf ein Wunder in Band 3, aber ob das wahr wird weiß ich nicht.
Leon hat sich, wie ich finde, am meisten verändert, und obwohl ich ihn im ersten Teil nicht so gerne mochte, habe ich ihn in diesem Teil ins Herz geschlossen, weil man seine gute Seite kennengelernt hat und gesehen hat, dass hinter dieser " Mir- ist- alles- egal- und- mein- Herz- ist- aus- Stahl " Fassade ein toller Mensch steckt. Auf seine Kapitel habe ich mich mit am meisten gefreut, weil er die Geschichte mit seiner großen Klappe immer etwas aufgeheitert und Witz mit hineingebracht hat.
Mali mochte ich auch sehr gerne und ich fand die Art, wie sie redet immer unglaublich süß, genauso wie ihren Versuch, sich bisschen mehr anzupassen und zu reden wie die anderen. Auch wenn sie später dazukam und manch einer im ersten Teil nicht so ganz begeistert von ihrem Auftauchen war, gehörte sie ab nun zu der kleinen Familie dazu und ich habe die kleinen Momente zwischen ihr und Leon sehr genossen. Zwar kann man die zwei noch nicht so richtig als ein " Paar " bezeichnen, aber die zwei kamen sich etwas näher und von dem, was ich am Ende gelesen habe, hoffe ich im dritten Teil auf eine kleine Romanze zwischen den beiden.
Auch Nok und Rolf wurden mir wieder sympathisch und ehrlich gesagt sind die zwei einfach nur Zucker, durch das Kind von den beiden kommt die Liebesgeschichte auf eine andere Ebene und ist in dem Sinne keine übliche über zwei Teenager, sondern junge Erwachsene, die alles füreinander tun würden und deren einziger Wunsch es ist, ihr Kind an einen sicheren Ort zu bringen und es selbst aufziehen zu können.

"Er liebte so sehr, wurde ihm schmerzlich bewusst, während er all diese unwichtigen Details wahrnahm. Er durfte nicht zulassen, dass es so endete." - Seite 353, Rolf 

 Was Cassian anging war ich, wie auch Cora, anfangs misstrauisch und wusste nicht so recht, was ich von ihm glauben sollte, weil er zum einen manchmal echt süß war und mir wurde schon schnell klar, dass er anders war, als die anderen Kindred, nur war er zum anderen irgendwie auch unberechenbar und daher konnte ich nicht einschätzen, ob er Cora und die anderen wieder verraten, oder sein Wort diesmal halten würde. Die kleinen Momente zwischen ihm und Cora und auch sein Handeln am Ende haben mich dann aber überzeugt und jetzt hoffe ich auf ein Happy End, obwohl die Lage bisher etwas aussichtslos ausschaut.
Es gab noch einige Nebencharaktere und man lernte auch neue Jugendliche kennen, jedoch waren die meisten relativ oberflächlich und man wusste kaum etwas über sie außer ihren Namen, ich bin trotzdem gespannt, wer von ihnen in Band 3 auftauchen wird oder ob sie nur vorübergehend in dem Buch eine kleine Rolle spielten.
Das Buch hatte ab und zu ein paar ruhigere Stellen und es war nicht so ganz spannend, sodass ich komplett gefesselt davon war wie es beim ersten Teil der Fall war, die Autorin hat aber immer mal kleine Konflikte oder Hindernisse eingebaut, bei denen es spannend zu ging und mir hat das Ende sehr gut gefallen, weil es durch die Kämpfe nochmal nervenauftreibend wurde und durch die etwas hektische Handlung die Seiten nur so dahinflogen. Was ich nicht erwartet hätte, war, dass es auch noch etwas emotional wurde und ehrlich gesagt bin ich mit dem Schicksal einer Person etwas unzufrieden, weil in dieser sehr viel Potenzial steckte und sie zu etwas " Großen " hätte werden können, doch jetzt kann das Potenzial anscheinend nicht mehr ausgeschöpft werden, was ich sehr schade finde.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ich kam in dem Buch immer gut voran, auch wenn es zurzeit nicht so ganz spannend war und ich mochte, dass durch die verschiedenen Persönlichkeiten der Charaktere die Wortwahl in deren Sichten nicht immer dieselbe war, sondern an die Figuren  "angepasst " wurde, beispielsweise waren Leons Kapitel sehr an die heutige Jugendsprache angepasst, also öfters umgangssprachlich, und es gab, ganz passend zu seinem Charakter, auch viele Flüche.

Fazit:

" The Cage- Gejagt " von Megan Shepherd war meiner Meinung nach etwas schwächer als der erste Teil, aber trotzdem sehr lesenswert! Die Charaktere machen innerhalb der Bücher tolle Entwicklungen durch und man erfährt hier einiges mehr über die Kindred und andere Spezies, die festgehaltenen Menschen und Tiere und die verschiedenen Lebensverhältnisse. Ich bin auf jeden Fall auf den letzten Teil gespannt und vergebe 4 von 5 Sterne!  

Liebste Grüße,

Julia  

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