Rezension zu Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Hallo ihr Lieben!

Vor etwa vier Wochen habe ich mein erstes Buch für das Jahr 2017 gelesen, welches ich aber auch schon im Dezember bisschen begonnen habe und jetzt kommt meine Rezension dazu.😊



Titel: Nach dem Sommer
Originaltitel: Shiver
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script5
Seiten: 424
Preis: 18,90 ( HC )
            9,95  ( TB )
Altersempfehlung: 16 Jahre
ISBN: 978-3-8390-0108-0
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Inhalt:


Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.
Ganz in der Nähe und doch unerreichbar, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit.
Es ist September, als Grace und Sam sich verlieben. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

Meinung:


Das Buch war eigentlich ein Re-read, da ich es schon 2015 irgendwann gelesen habe, sowie den zweiten Teil auch. Damals habe ich die Bücher als ganz gut empfunden, danach habe ich den dritten Teil nie gelesen. Jetzt, mit meinem Vorsatz, mal Reihen beziehungsweise Trilogien zu beenden, dachte ich mir, könnte ich ja mal den dritten Teil kaufen und anschließend lesen, jedoch hatte ich ein kleines Problem, denn an seine Vorgänger konnte ich mich gar nicht mehr erinnern und so kam es, dass ich das Buch nochmal gelesen habe.
In dem Buch geht es um Grace, die eine große Faszination für die Wölfe empfindet und sie ständig beobachtet. Dabei gibt es aber einen bestimmten Wolf, zu dem sie eine besondere Verbindung hat, da dieser sie gerettet hat, als die anderen Wölfe Grace angegriffen haben und so vergehen Winter um Winter, in denen sie vor dem Fenster sitzt und ihren Wolf, Sam, sehnsüchtig beobachtet. Was sie aber nicht weiß, ist, dass die Wölfe auch Menschen sind, die sich bei kälteren Temperaturen in Wölfe, bei wärmeren in Menschen verwandeln. Durch ein Wunder, wie es Sam und Grace erscheint, begegnen sich Sam und Grace als Menschen, können sich näher kennenlernen und verlieben sich, jedoch bleibt ihnen nicht mehr viel Zeit...
Ich muss sagen, dass ich allgemein ein kleines Faible für `Werwölfe` habe, weshalb ich die Trilogie schon damals unbedingt lesen wollte. In diesem Buch wurde aber nicht das typische Klischee erfüllt, in dem sich die Werwölfe beispielsweise an Vollmond verwandeln oder Silber eine große Gefahr für sie darstellt, in dem Buch wird auch gar nicht unbedingt von Werwölfen geredet, eher davon, dass es einmal den Menschen gibt, und einmal den Wolf. Die Abweichung hat mir unglaublich gut gefallen, auch, weil ich finde, die düstere Stimmung mit Werwölfen, die sich an Vollmond verwandeln, passt nicht zu dem Buch. Müsste ich es mit Adjektiven beschreiben, würde ich wahrscheinlich eher kitschig, intensiv, romantisch und ruhig sagen. Es fällt mir etwas schwer, mit Worten das Buch oder den Schreibstil zu beschreiben, denn irgendwie versetzen sie den Leser in eine ganz andere, friedliche Stimmung, auch wenn es von der Handlung her nicht immer friedlich zugeht. Die Handlung ist sehr von Trauer geprägt, da Grace und Sam schnell klar wird, dass dies wahrscheinlich ihr letzter Sommer als zwei Menschen sein wird. Es kommt immer mal wieder eine traurige Atmosphäre auf, denn eigentlich haben die zwei sich erst gefunden, warum sollten sie sich dann wieder loslassen wollen? Die zwei Hauptcharaktere versuchen aber, trotz des sich nahendem Ende, so viel Zeit wie möglich zu verbringen und verzaubern den Leser regelrecht mit ihrer Liebe zu einander.
In diesem Buch ist die Rollenvergabe nicht ganz typisch, da hier der Junge schüchtern und zurückhaltend ist, während das Mädchen offener und sarkastisch ist. Grace war mir irgendwie vom ersten Moment an sympathisch, zwar teilen wir zwei nicht ihre übertriebene Faszination für Wölfe, trotzdem sind wir uns in manchen Sachen sehr ähnlich und ich fand es toll, wie sie mit den Dingen, die sie herausfand, umging. Sie ist ein ruhiger Mensch, der oft nicht bei der Sache ist und viel nachdenkt, sobald sie aber mit Sam zusammen ist, konzentriert sie sich nur auf ihn und genießt die Zeit mit ihm. Sie hat es nicht immer leicht, da ihre Eltern nicht gerade der Inbegriff von verantwortungsbewussts sind, trotzdem kommt sie gut damit klar und ist zu einem selbstständigen Mädchen herangewachsen. 
Auch Sam ist ein toller Protagonist und ich fand es toll, wie er mit Grace aufblühen konnte. Am Anfang lernt man ihn als einen sehr schüchternen Menschen kennen, der sich nicht traut, das Mädchen, das er mag, anzusprechen und auch wenn er mit Grace zusammen manchmal noch immer schüchtern und unsicher ist, sieht man auch eine andere Seite an ihm, in der er liebevoll, witzig und fürsorglich ist. Er macht sich viele Gedanken und hat öfters Angst, in der Beziehung etwas falsch zu machen oder zu weit zu gehen, ich finde aber, genau das macht die Liebesgeschichte so niedlich, herzig und süß. Sam und Grace ergänzen sich perfekt und der Leser spürt einfach die intensive Liebe zwischen ihnen. Doch in all den Momenten mit den beiden schwingt auch etwas trauriges mit, weil der Abschied naht. Die Zeit vergeht wie in Flug und sie sind sich dessen mehr als bewusst, trotzdem versuchen sie, aus allem das Beste zu machen und jeden kleinen, kostbaren Augenblick gemeinsam zu genießen.
Die Geschichte wird aus Grace`s und Sams Sicht erzählt, was ich bei Büchern immer toll finde, da der Leser dann die Gedanken beider Protagonisten kennt. Der Schreibstil von Maggie Stiefvater ist unglaublich toll, er passt irgendwie genau zum Buch, wie schon gesagt weiß ich gar nicht, wie ich ihn beschreiben soll, denn unter " sanft" und " friedlich" kann sich bei einem Schreibstil bestimmt keiner etwas vorstellen. Um zu verstehen, was ich meine, müsstet ihr das Buch erst selbst lesen und bis dahin ist das einzige, was ich dazu sagen kann, dass er mir sehr, sehr gut gefallen hat!
Das Cover des Buches liebe ich, genauso wie die Aufmachung. Darauf zu sehen sind Äste mit Blättern, die abfallen und zu Boden gleiten und auf dem obersten Ast sieht man ein Mädchen, das die Hand ausstreckt, gegenüber von sich ein Wolf, der gerade heult. ( Ihr versteht wie ich das meine. :D ) Zwischen dem Mädchen und dem Wolf ist ein Herz und haach, es ist einfach so schön und passt perfekt zum Buch! Da die Temperatur in diesen Büchern eine große Rolle spielt, steht unter den Kapiteln auch immer noch die Temperatur, was meiner Meinung nach eine tolle Idee ist.

Fazit:

Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen! Ich habe Grace und Sam jetzt schon in mein Herz geschlossen und freue mich darauf, den zweiten Teil zu re-readen, bevor es dann endlich mit dem letzten Teil weitergeht, den ich bisher noch nicht kenne. Da das Buch von der Spannung her aber noch bisschen mehr bieten könnte, gebe ich ihm gute 4 von 5 Sterne!

Liebste Grüße,

Julia 

 

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