Rezension zu Layers von Ursula Poznanski

Hallo ihr Lieben!

vor einigen Tagen habe ich `Layers`von Ursula Poznanski gelesen und würde euch in diesem Post gerne erzählen, wie es mir gefallen hat!

    
Titel: Layers
     Autor: Ursula Poznanski
     Verlag: Loewe
     Seiten: 448
     Preis: 14,95
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7855-8230-5
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Inhalt:

Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält.
Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.
 

Meinung:

Auf das Buch war ich schon sehr gespannt, auch wenn ich nicht allzu hohe Erwartungen hatte, weil mir das einzige Buch, das ich von der Autorin bisher gelesen hatte, nur mittelmäßig gefallen hat.Trotzdem hört man von der Autorin ja fast nur Gutes, also warum sollte ich nicht einen weiteren Versuch wagen? Schließlich kann es sein, dass ich einfach das falsche Buch erwischt habe. 
In dem Buch geht es um Dorian, der von zu Hause abgehauen ist und vor kurzem noch ein normaler Obdachloser war, bis er eines Nachts aufwacht, mit einer Leiche neben sich und seinem Taschenmesser, das einige Meter entfernt neben ihm liegt, voller Blut. Hat er die Person umgebracht? Viele Fragen schwirren in seinem Kopf herum und als er von einem Fremden in ein Wohnheim gebracht wird, ist es fast zu schön um wahr zu sein. Wortwörtlich. Bald beginnt eine Verfolgungsjagd und Dorian weiß nicht mehr, wem er trauen kann.
Dorian mochte ich überraschenderweise richtig gerne, er ist authentisch und bodenständig, weder naiv noch nervig und sehr clever. Man könnte fast glauben, dass er unbeschwert in dem Wohnheim lebte, wären da aber nicht die vielen Fragen, die Geheimnistuerei und die Angst, von der Polizei gefunden oder erkannt zu werden. Was die Sache mit der Leiche angeht, hat er einen Filmriss, er weiß also überhaupt nichts. Doch auch wenn ihm beteuert wird, dass er der Mörder der Person sei, merkt er, dass an der Situation etwas faul ist. Es war spannend und interessant, Dorian während der Jagd auf ihn zu begleiten, ihn und seine Vergangenheit besser kennenzulernen und auch mehr über das sogenannte Werbegeschenk zu erfahren, auch wenn man fast das ganze Buch über nicht richtig schlau daraus wurde. Während der Jagd auf ihn war er immer sehr vorsichtig und versuchte, alles genau durchzuplanen und auch wenn ihm mal minimale Fehler unterlaufen sind, kann man nur bewundern wie er es geschafft hat, nicht geschnappt zu werden und auf Dinge zu kommen, auf die ich selber nie im Leben gekommen wäre.
Das Buch war eigentlich schon von Anfang an spannend, doch nach dem Öffnen des Pakets mit dem Werbegeschenk, begann eine Achterbahn der Gefühle. Ich selbst wurde ständig misstrauisch, achtete auf jede auffällige Kleinigkeit und versuchte, aus allem schlau zu werden- vergeblich. Es war total unvorhersehbar, ich hatte das ganze Buch über Tausende von Fragen und wusste nicht, worauf das ganze hinauslaufen wird. Nachdem mir dann nur noch 50 Seiten fehlten und immernoch keine meiner Fragen beantwortet wurde, war ich fast verzweifelt, weil ich natürlich nicht wollte, dass das Buch offen endete und ich immer noch keine Ahnung hatte von allem. Ursula Poznanski hat es aber geschafft, auf den letzten Seiten den Spieß um zu drehen, dass der Böse gar nicht mehr böse war und mir dazu alle meine Fragen beantwortet, weshalb ich das Buch guten Gewissens und zufrieden in mein Regal zurückstellen konnte. Die ganze Zeit über hat die Autorin den Leser auf eine falsche Fährte geführt und mir ist unklar, wie sie es geschafft hat, in den letzten Seiten eine riesen Wendung zu schreiben, ohne dass mir alles zu schnell oder plötzlich ging, also nochmal ein großes Lob an die Autorin!
Der Schreibstil war toll zu Lesen und ich hatte das Gefühl, dass er perfekt an den Protagonisten angepasst war. Seine Gedanken und wie er sie formuliert hat, hat perfekt zu seiner Person gepasst und ich hatte wirklich viel Spaß am Lesen.
Zwischendurch gab es mal Momente, in denen bisschen zu viel gedacht wurde, trotzdem bin ich der Meinung, dass sowas auch mal sein muss und auch wenn es an diesen Stellen etwas langweilig war, finde ich das nicht allzu schlimm.
Die Liebesgeschichte ist mir persönlich etwas zu schnell gekommen, da es auf Seite 60 schon um richtige Liebe ging, wo ich mir dachte, dass sie sich doch erst neulich kennengelernt hatten. Stella mochte ich zwar recht gerne, jedoch war sie mir manchmal zu naiv und gutgläubig, wobei ich vermute, dass sie dies auch sein sollte.
Die Autorin hat mich während des Lesens oft überrascht, ständig geschahen Sachen, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte und das habe ich an dem Buch sehr gemocht!
Anfangs wusste ich nicht genau, was der Titel nun mit dem Buch gemeinsam hat, desto cooler fand ich es, als man später die `Bedeutung` des Titels erfuhr und letztendlich kann ich sagen, dass er perfekt zur Geschichte passt und die Autorin sich wohl für keinen besseren hätte entscheiden können. Das Cover würde ich zwar nicht unbedingt als `hübsch`bezeichnen, doch es passt sehr gut zum Buch, da auch die Klappen sogesagt mehrere Schichten haben und `Layers`das englische Wort für Schichten ist.

Fazit:

Mit diesem Buch hat mich Ursula Poznanski wirklich überrascht, im positiven Sinne! Das unvorhersehbarste Buch, das ich je gelesen habe und dazu noch mit sehr viel Spannung, besonders am Ende. Dorian auf seiner Flucht zu begleiten, hat mir sehr viel Spaß gemacht, genauso wie ihn besser kennenzulernen. Dafür, dass er bereits bei so jungem Alter auf der Straße leben muss, kann er einem leidtun, jedoch hat er sich super geschlagen und ich fand es interessant, als Leser mal eine neue Art von Protagonisten kennenzulernen, denn dass dieser ein Obdachloser ist, ist nicht üblich und ich kann die Autorin nur dafür loben, auch 
mal solche Themen anzusprechen. Ich vergebe 4 von 5 Sterne!

Liebste Grüße,

Julia 


   


  

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