Rezension zu Throne of Glass- Die Erwählte von Sarah J. Maas

Hallo ihr Lieben!

Wie ihr vielleicht wisst, war `Throne of Glass` eines meiner Currently readings und ich empfand es bei der Hälfte zwar als gut, fand jedoch auch, dass noch mehr ging. Jetzt nach Beenden des Buches kann ich sagen, dass sich meine Meinung doch geändert hat. Denn jetzt finde ich es sehr, sehr, sehr gut und bin vollkommen begeistert! Mehr erfahrt ihr aber nun in der Rezension.



     Titel: Throne of Glass - Die Erwählte
     Originaltitel: Throne of Glass
     Autor: Sarah J. Maas
     Verlag: dtv
     Seiten: 496
     Preis: 9,95
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-423-71651-2
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Inhalt:

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten. 

Meinung:

Celaena Sardothien ist seit ihrem 8. Lebensjahr eine Assassinin, bis sie verraten und mit 17 Jahren eine Sklavin in Endovier wurde. Nun schon seit einem Jahr. Und das, obwohl die dortige durchschnittliche Lebenserwartung bei einem Monat liegt. Doch nach einem Jahr in Endovier kriegt sie Besuch- von keinem anderen als dem Kronprinzen Dorian, der sie auserwählt hat sein Champion zu sein und somit für ihn in einem Wettkampf zu kämpfen. Lust auf einen völlig unnötigen Wettkampf hat Celaena natürlich nicht, jedoch wird sie hellhörig, als sie erfährt, was der Preis ist, falls sie diesen Wettkampf gewinnen sollte. Freiheit. 
Und dafür würde sie alles geben.

Man wird schnell in das Geschehene geworfen, ohne genau zu wissen, wo das A und O ist. Dadurch empfand ich den Anfang als verwirrend und kam nicht besonders mit. Ich las mir gefühlt jeden Satz zweimal durch, damit ich ja auch alles wichtige mitkriege. Nach und nach wurden dem Leser aber Informationen geliefert, bis man bald auch schon ganz in der Geschichte drin war und mit Celaena, Chaol und Dorian mitfiebern konnte. 
Anfangs erschien mir Celaena eher als eine sehr kalte Person. Jedes mal, wenn sie auf eine Person wütend war, malte sie sich brutale Geschichten aus, wie sie dieser Person als Beispiel den Kopf abhackte. Teils kann ich dies natürlich verstehen, da sie an nichts anderes gewohnt ist. Sie ist Adarlans berühmteste Assassinin. Eine Auftragskillerin, die an den Gedanken, Menschen zu töten, gewohnt war. Versteht mich nicht falsch, sie war am Anfang keineswegs eine von diesen brutalen Charakteren, die Alles und Jeden in Stücke reißen wollen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, aber trotzdem erschien sie einem unantastbar und da man auch nicht viel über sie wusste, konnte man sich keine Meinung von ihr bilden. Nachdem ich das Buch aber beendet habe, kann ich sagen, dass Celaena wohl eine meiner liebsten weiblichen Protagonistinnen ist. Schon bald ist sie nicht mehr dieses kalte, distanzierte Mädchen, sondern eine temperamentvoll junge Frau, die eben nicht kalt ist. Das merkt man schon allein daran, dass sie sich nicht nur um sich selbst sorgt, sondern auch um andere. Sie empfindet etwas wie Mitgefühl und will den ganzen Menschen, die in Not leben, helfen, weil sie versteht wie es ist Nichts zu haben. Sich schwach zu fühlen. Allein zu sein. Zu hungern.
Außerdem hebt sie sich von anderen Protagonistinnen ab, denn meiner Meinung nach ist sie nicht ein stinknormales Mädchen. Sie ist sehr badass, was ich besonders in Kampfszenen cool fand und in gewisserweise ist sie soetwas wie eine Heldin, ohne es direkt zu wollen. Sie hat auch Ängste und traut sich nicht alles, doch genau dies macht sie mir sehr realistisch, weil nunmal kein Mensch perfekt ist, Held hin oder her. Wer mich kennt weiß, dass ich humorvolle Charaktere liebe. Und hier kommen wir gleich zu dem nächsten Punkt, warum ich Celaena Sardothien liebe. Ihre witzigen Bemerkungen, ihr im Buch beschriebenes Grinsen, das alles machte sie mir unglaublich sympathisch. 
Auch über Chaol habe ich einiges zu sagen, denn auch ihn fand ich wundervoll. Seine Art, wie er Celaena gegenüber erst misstrauisch und nicht gerade freundlich war, ist halt realistisch. Ihm war es egal, ob Celaena nun hübsch war oder nicht, das einzige, worauf er geachtet hat, war, dass sie Adarlans berüchtigste Assassinin und somit sehr gefährlich ist. Er hielt Abstand zu ihr und war sehr vorsichtig, doch nach und nach merkte er, dass Celaena gar nicht so ist, wie er sie sich vorgestellt hat. Im Gegenteil: Sie ist zwar nicht gerade die freundlichste Person, aber auch nicht abgrundtief böse. Im Laufe des Buches sah er sie nicht mehr als diese Verbrecherin, die im Auftrag Menschen tötete, sondern Celaena, eine auf keinen Fall mörderische, aber hübsche Frau. Die Szenen mit Chaol und Celaena mochte ich deshalb am liebsten, weil es mir gefallen hat zu sehen, wie ihre Freundschaft von Seite zu Seite wächst, bis sich vielleicht etwas darüber hinaus entwickelt. Auch ihre neckenden Wortgefechte haben mir das eine oder andere Grinsen entlockt und ich hoffe ( bete!) , dass sich zwischen ihnen mehr entwickelt. Denn meiner Meinung nach ist ihre Beziehung, im Gegensatz zu der von Dorian und Celaena, authentischer und etwas besonderes. 
Dorian ist kein schlechter Charakter, ich mochte ihn auch sehr gerne. Er ist ein guter Kerl, dem nicht alles egal ist und der will, dass sich die Welt ändert und trotz vieler schlimmen Vorfällen eine witzige Bemerkung parat hat.Leider ist er für mich aber zu makellos und dadurch kommt er mir sehr unrealistisch vor. Der perfekte Kronprinz, der gut aussieht, einen tollen humorvollen Charakter hat und dazu dann auch noch alles kann. 
Den Schreibstil fand ich ebenfalls wundervoll, obwohl es diesmal aus der 3. Person geschrieben ist, was ich eigentlich nicht so mag. Bei diesem Buch konnte man sich aber trotzdem gut in die Charaktere hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern. Die Umgebungen hatte ich, wie in einem Kopfkino, immer klar vor mir und dass die Charaktere in diesen Büchern allgemein vornehmer miteinander sprechen, sich also auch Siezen, hat mir auch richtig gut gefallen, da es sich nicht nur toll anhört, sondern auch irgendwie zur Geschichte und der dazugehörigen Umgebung passte. Die Geschichte ist meistens aus Celaenas Sicht, aber auch aus der Sicht von Chaol, Dorian oder anderen gibt es einige Kapitel, was ich sehr praktisch fand. So konnte man auch mal in die anderen Hauptcharaktere " rein blicken" .


Fazit:

Throne of Glass- Die Erwählte ist ein spannender Fantasyroman, der mich umgehauen hat. Das Buch erscheint einem allzu perfekt: Tolle Charaktere mit einer tollen Grundidee, dazu eine handvoll Spannung und Action. Vorne im Buch gibt es auch nochmal eine wunderschöne Karte und mal ehrlich: Wer liebt es nicht, wenn eine Karte in einem Buch vorhanden ist? Genau: KEINER. 5 von 5 Sterne!

Liebste Grüße,

Julia


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